Klassische Massage
Massage ist eine Form der gestalteten Berührung. Die Hände oder auch andere Körperteile wie Unterarme oder Ellenbogen werden dazu eingesetzt, über die Haut zu gleiten durch unterschiedliche Bewegungen Streichen , Reiben ,Kneten und Pressen Druck auf die darunter liegenden Muskeln auszuüben. Das kann besänftigend oder anregend sein und im Zusammenwirken mit der Ausstrahlungskraft der Energie Körper und Geist, Gemüt und Gefühle beeinflussen. Massage ist eine seit alters her geschätzte Kunst, die schon viele Jahrhunderte praktiziert wird. Die alten Ägypter, Griechen und Römer bedienten sich der Massage zu Zwecke der Heilung und Gesundheit. In Indien, China und Japan ist die Massage integraler Bestandteil der ganzheitlichen Medizin. Aus China wird das schon für das 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung bezeugt.
Wirkung einer Massage
Zum therapeutischen Effekt einer Massage gehört die Auflösung von Muskel Spannungen und die Festigung der Muskulatur sowie die Stimulation der Kreislaufs.Durch zu viel oder zu wenig körperliche Bewegung wie durch physische oder mentale Anspannung können sie die Abfallprodukte muskulärer Tätigkeit ( Kohlendioxid, Milchsäure, Harnstoffe) in den Muskeln ansammeln, ihre Ausschwemmung durch das Gewebe wird verhindert und damit der Muskeltonus beeinträchtigt.
Massage bewirkt die Beseitigung dieser Abfälle, vor allem der Milchsäure, befreit sie die Muskeln von Ballast und führt sie zu normaler Funktionsweise zurück. Sie können sich wieder entspannen. Eine gesunde Haut hat positive mentale Auswirkungen. Umgekehrt sind viele Hautprobleme stoffwechsel - und strssbedingt. Der Zustand unserer Haut spiegelt oft unsere innere Verfassung.
Massage beeinflusst die Nerven wie die Muskeln und führt über das vegetative Nervensystem zur allgemeinen Entspannung. Die Stimulation des peripheren Nervensystems in der Haut wird durch das zentrale Nervensystem zum Gehirn übertragen und als Wohlgefühl empfunden. Das wirkt sich auf den ganzen Körper aus und reduziert Stress.
Technik der klassischen Massage
Die klassische Massage besteht aus verschiedenen Techniken, die nacheinander durchgeführt werden:
- Effleurage (Streichung)
Sanfte, leichte Massage parallel zum Verlauf der Muskelfasern. Die Streichbewegung erfolgt meistens in Richtung Herzen. Mit der Streichung nimmt der Maßneur Kontakt mit der zu behandelnden Person auf und erspürt Verspannungen oder Verhärtungen.
- Petrissage (Knetung)
Beim Kneten werden die Muskeln gegeneinander geschoben und dabei gedehnt. Die Knetung erfolgt jeweils in beide Verlaufsrichtungen des Muskels. Sie dient im wesentlichen der vermehrten Durchblutung der Muskulatur und dem Lösen von Verspannungen.
- Friktion (Reibung)
Bei der Reibung macht der Masseur kreisende Bewegungen mit den Daumen und den Fingerkuppen in die Tiefe der Muskulatur. Die Reibungen dienen dazu, sogenannte Myogelosen aufzuheben. Dies sind fühlbare, harte Knoten im Muskelgewebe.
- Tapotement (Klopfen, Klatschen)
Durch leichtes Schlagen, Klopfen oder Klatschen mit lockerer Hand wird die Durchblutung der Muskulatur in der Tiefe gefördert. Gleichzeitig regt diese Massagetechnik das Nervensystem an.
Wie kann die klassische Massage eingesetzt werde
Die klassische Massage dient vor allem zur Vorbeugung und Behandlung von Verspannungen der Muskulatur. Typische Beschwerden, die jemanden zum Maßneur führen, sind:
- Rheumatische Beschwerden
- Rückenschmerzen
- Kopfschmerzen bei verspannter Rücken- und Nackenmuskulatur
- Verhärtete Muskulatur nach grösseren sportlichen Leistungen
- Bewegungseinschränkungen, die durch eine verspannte oder verkürzte Muskulatur bedingt sind
Ausserdem dient die Massage auch zur:
- Entspannung und allgemeinen Lockerung
- Verbesserung der Durchblutung von Haut und Muskulatur
Nebenwirkungen / Vorsichtsmaßnahmen
Bei den folgenden Erkrankungen sollte eine Massage erst nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen:
- Gefässerkrankungen
- Akute Entzündungen und Infektionskrankheiten
- Krebserkrankungen
- Fieberhafte Erkrankungen
- Herz-Kreislauf-Probleme
- Blutungsneigung
- Venenentzündungen





